„Schule für´s Leben“

 

hieß es am 22.06.2022 für die 17 Tännesberger Grundschüler der Klasse 3/4. Nach einer kurzen Wanderung mit ihrer Lehrkraft Birgit Enders über den Schloßberg zum Parkplatz des geologischen Lehrpfades wurden sie dort von einer Abordnung unserer Jagdhornbläser musikalisch begrüßt.

 

Die Jäger der Kreisgruppe Vohenstrauß hatten drei Station für die Kinder vorbereitet. An der ersten vermittelte unser 1. Vorsitzender Christian Ertl den Sinn und die Notwendigkeit der Jagd in unserer Kulturlandschaft. Auch jagdliches Brauchtum, Tierschutz und die Gewinnung von hochwertigem Lebensmittel standen auf dem Programm.

 Diverse Bälge und Felle heimischer Tierarten wurden begutachtet, dass Reh und Hirsch zwei unterschiedliche Arten sind, war bereits bekannt. Auch sonst war die ländliche Prägung der Schüler gut zu erkennen, was sich z.B. in Beiträgen zum „Marder im Kuhstall“ oder dem „eierstehlenden Goldschakal“ äußerte.

Die Problematik, dass die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere mit dem ersten Siloschnitt zusammenfällt, wurde im Unterricht bereits thematisiert. Umso erfreuter waren die Kinder über die Demonstration einer Drohne mit Wärmebildkamera zur Kitzrettung vor der Wiesenmahd durch Florian Forster.

 

Um die Flora in Wald und Feld ging es an der zweiten Station. Josef Gollwitzer präsentierte Kirschen, Erdbeeren und andere Waldfrüchte, die zur Freude der Kinder auch probiert werden durften. Daneben gab es Tipps zum Erkennen heimischer Baum- und Straucharten aber auch verschiedene landwirtschaftliche Feldfrüchte durften die Schüler bestimmen. Dass aus einem Baum Dachstühle und Möbel werden, war den Kindern aber ebenso klar, wie die Herkunft von Reh- und Wildschweinbraten.

 

Wie so oft waren die Jagdhunde das Highlight des Tages. An Station drei präsentierten die Hundeführer Florian und Alisa ihre Begleiter: Rauhaardackel „Rudi“, Labradorhündin „Lotte“ und den erst 5 Monate alten Deutsch-Drahthaar Rüden „Anton“.

So unterschiedlich die Rassen klingen, so verschieden sind auch die Aufgabenbereiche bei der Jagd. Apportierhund „Lotte“ überraschte die Schüler damit, dass sie die von ihnen versteckten Apportel zuverlässig fand und zurückbrachte. „Rudi“ als Erdhunderasse hat den ureigenen Auftrag, den Fuchs aus dem Bau vor die Flinte zu bringen. Die Schlagschutzweste für die Wildschweinjagd stand ihm aber auch recht gut, wie die Kinder fanden. „Anton“ – noch in Ausbildung, durfte die Vorführungen der beiden Kollegen beobachten. Dass die Technik auch bei der Jagd Einzug hält, war nicht nur an der Drohne zu sehen, sondern auch anhand der Ortungsmöglichkeit der Jagdhund per GPS-Tracking. Kein Hundeführer möchte seinen Hund verlieren.

 

Ein gelungener Vormittag fand für die Schüler seinen Abschluss am Spielplatz am Schloßberg.